Die Eckpunkte zum Wärmenetzpaket wurden gestern verkündet. Was für viele erstmal abstrakt wirkt, betrifft konkret, was am Ende auf der Betriebskostenabrechnung steht. Contracting wurde vielen erst bekannt als plötzlich vierstellige Nachzahlungen auf dem Tisch lagen und Mieter*innen an die Presse und mit der Verbraucherzentrale und DMB vors Gericht gingen.
Bei Gasbörsenindizes und Betriebsführungscontracting soll es daher jetzt zu Einschränkungen kommen. Das wäre gut, weil es die krassesten Fälle verhindern könnte, muss aber noch konkret werden. Preisaufsicht und mehr Transparenz sind angekündigt, entscheidend wird aber sein, wie die Regelungen zu Abrechnung und Umlage von Investitionskosten ausfallen.
Doch das Wärmenetzpaket bleibt ein Freifahrtschein für Betreiber: Investitionskosten können auf Verbraucher*innen abgewälzt werden, während Millionen Menschen im Wärmecontracting weiterhin nicht ausreichend vor hohen Preisen und heftigen Preissprüngen geschützt sind.
Wärme ist Teil der Daseinsvorsorge – kein Geschäftsmodell für Extraprofite. Wir brauchen endlich einen verbindlichen Wärmepreisdeckel.



