Zivilklausel in Kassel

Gestern stand im Senat der Uni Kassel die Zivilklausel auf der Tagesordnung. Schon seit Monaten wird die Zivilklausel, die 2013 in Kassel eingeführt wurde, hinterfragt und es wird versucht sie zu kippen. Vor ein paar Wochen haben sich Studierende zusammen geschlossen, um den Erhalt eines zivilen Campus abzusichern.

Innerhalb kürzester Zeit über 2000 Stimmen für die Zivilklausel, eine Vollversammlung mit über 600 Teilnehmenden und gestern auf dem Platz vor der Senatssitzung eine Kundgebung mit vielen Bündnispartnern, Reden von Professoren, Beschäftigten, ehemaligen und zukünftigen Studierenden. Sie kritisierten das Tempo, in welchem eine Entscheidung durchgedrückt werden sollte und haben erreicht, dass es jetzt erstmal vertagt wurde, um Raum zu schaffen für Diskussionen über die Konsequenzen. Eine beeindruckende Mobilisierung und Organisierung, die Mut macht, gerade weil wir gerade an so vielen Ecken und in so vielen Feldern mit der teils noch schleichenden, teils direkten Militarisierung unseres Alltags konfrontiert sind.

Ich habe selber auch an der Uni studiert und schätze die Uni, weil sie den Anspruch hat sich nicht als Elfenbeinturm abzukapseln, und eben nicht Teil des Problems zu sein sondern Teil der Lösung mit verbindenden Themen wie Nachhaltigkeit, Stadtplanung, die oft genug auch Projekte in Kassel erprobt, den technischen Forschungen für ökologischere Materialien, der sozialen Arbeit etc. etc. Dafür war Haltung immer wichtig. Die Zivilklausel gehört genau dazu. Forschung nicht für Profite der Rüstungsindustrie sondern gesellschaftlich notwendiges und wünschenswertes
#Zivilgesellschaft #universität #hochschule #forschung frieden