Der CDU Lifestyle permanent unsere Arbeits- und Lebensbedingungen anzugreifen nervt.
„Lifestyle-Teilzeit“ – so nennt der CDU-Wirtschaftsflügel ernsthaft den gesetzlichen Anspruch, die Arbeitszeit zu reduzieren. Der Wirtschaftsflügel will das Recht auf Teilzeit im Kern kassieren: nur noch mit „besonderer Begründung“ (Kinder, Pflege, Weiterbildung) – und teils sogar mit der Drohung, Sozialleistungen daran zu koppeln. Das ist kein „Modernisieren“, das ist Klassenpolitik von oben.
Und jetzt kommt der Teil, über den man reden muss: die CDU kann so dreist vorstoßen, weil SPD und Grüne den Boden längst bereitet haben.
Bei den Grünen erklärt Parteichef Felix Banaszak, die „reale Lebensarbeitszeit“ müsse steigen – notfalls inklusive höherem Renteneintrittsalter und weniger Frühverrentung. Übersetzung: länger schuften, wenn’s „ernst“ wird.
Und die SPD? Empörung im Koalitionsstreit – aber historisch zuverlässig, wenn es um „Anpassung“ geht: Agenda 2010/Hartz-Politik wurden von SPD-geführten Regierungen durchgesetzt; Hartz IV wurde im Bundestag beschlossen. Und die Rente mit 67 kam mit Koalitionsmehrheit – auch mit SPD-Stimmen.
Wer Fachkräfte will, braucht keine Rechte-Kürzungen und kein „Lebensarbeitszeit“-Gerede, sondern: gute Löhne, planbare Zeiten, weniger Stress, echte Entlastung – und eine öffentliche Infrastruktur, die Betreuung und Pflege absichert. Arbeitszeitverkürzung statt Rechteabbau.
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