Klima Woche

Diese Woche jede Menge unterschiedlichste Veranstaltungen rund ums Thema Klima. Dienstag ging es um Dürre, Starkregen, Hitze, die Auswirkungen vor Ort und absehbare Prognosen für verschiedene Regionen (Spoiler: Kommunen sind der Schlüssel für die Anpassung vor Ort, Ideen sind vorhanden, aber sie brauchen die finanziellen Mittel). Mittwoch um die anstehende Biodiversitätscop.

Eine hochkarätige Veranstaltung, gerade von Jugendseite der klare Wunsch zur Handlung und Umsetzung, um die Vielfalt der Natur und unsere Lebensgrundlage zu erhalten. Ebenso ein Thema, bei dem nach marktbasierten Ansätzen gesucht wird. Als könnte man Natur schützen, indem man einen Preis aufklebt. Nicht das Kapital, sondern der Schutz vor dem Kapitalismus sind der Schlüssel. Veranstaltungen finden in Berlin immer mal wieder an ungewöhnlichen Orten statt. Hier gab es Abends ein Dinner unter Dinosauriern im Naturkundemuseum. Bizarr, aber durchaus passend, die Vergänglichkeit der Existenz aber auch den langen Lauf der Erdgeschichte präsent zu haben, wenn es um den Umgang mit der Klimakrise geht… Donnerstag dann Frühstück zur internationalen Klimafinanzierung. Drastische Kürzungen, die im ersten Schritt das Aus für Projekte und im zweiten das Aus für Leben bedeuten. Schließlich geht es dabei oft um die Mittel für Klimaflüchtlinge, Vorbereitungsmaßnahmen angesichts steigender Meeresspiegel, Zyklone, Sturm und Dürre und den Schutz der vulnerabelsten Gruppen. Und nur, weil Deutschland, historisch viertgrößter CO2-Emittent, angeblich kein Geld hat. Der eiskalte Blick auf die Kassenlage wenn Milliarden in die Rüstung gehen, ist zynisch angesichts der existentiellen Auswirkungen, die die Klimakatastrophe heute schon hat.
Nach einer turbulenten Woche in Berlin nun fast zu Hause vom parlamentarischen Theater Berlin, das sich Hohes Haus nennt, auf parlamentarisch anständigen Ton besteht und dabei so manche Niedertracht vorlegt, wie diese Woche mit der Einbringung der Wohngeldkürzung.
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