Verkehrsmodell aus dem letzten Jahrhundert

Mehr als 32 Millionen Euro pro Kilometer für ein Verkehrsmodell aus dem letzten Jahrhundert.
Während Busverbindungen ausgedünnt werden, Bahnverbindungen unattraktiv bleiben und ländliche Räume immer mehr vom Auto abhängig gemacht werden, wurde die Freigabe des neuen A44-Abschnitts zwischen Wommen und Sontra als grosser Fortschritt gefeiert und die Politprominenz gab sich ein Stell- Dich- Ein auf der verregneten Autobahn.

Wir fragen: Fortschritt für wen?

Eine Region wird nicht automatisch stärker, weil Verkehr schneller durch sie hindurchrollt. Entscheidend ist, ob gute Arbeitsplätze vor Ort entstehen, ob sich zukunftsfähige Unternehmen ansiedeln und ob Menschen ihren Alltag ohne stundenlange Wege organisieren können.
Mitten in der Klimakrise weiter hunderte Millionen in neue Autobahnen zu stecken, ist ein fatales Signal.

Der Werra-Meißner-Kreis braucht echte Zukunftsinvestitionen: starke Zentren, bessere Bahnverbindungen, verlässlichen ÖPNV und gut ausfinanzierte Kommunen statt mehr Transitverkehr.

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