Katherina Reiche dreht die Energiewende zurück – und hält ihre Kontakte zur fossilen Industrie im Dunkeln.
Auf der CERA Week in Houston, einem der wichtigsten Treffen der internationalen Energiewirtschaft, sprach die Wirtschaftsministerin mit Vertreter*innen von ExxonMobil, BP, Dow und BlackRock. Interne Unterlagen zeigen, wofür sie dort warb: mehr LNG, neue Gaskraftwerke und sogenannte Mini-Atomkraftwerke.
Die Dokumente wurden erst durch Informationsfreiheitsanfragen von FragDenStaat und der Deutschen Umwelthilfe öffentlich. Was in den Gesprächen konkret vereinbart wurde, bleibt unklar. Auch zu den Kontakten der Gaslobby rund um das neue Heizungsgesetz verweigert Reiches Ministerium weitgehend die Aufklärung: keine Protokolle, keine dokumentierten Telefonate, keine dokumentierte elektronische Kommunikation.
Doch die politische Richtung ist deutlich: Deutschland soll länger von Gas abhängig bleiben, neue Öl- und Gasheizungen sollen weiter eingebaut werden können und teure, kaum erprobte Atomtechnologien sollen ein Comeback erleben.
Das ist keine Energiewende. Das ist eine Rolle rückwärts im Interesse großer Energiekonzerne.
Wir fordern vollständige Transparenz über Reiches Lobbykontakte und eine Energiepolitik, die in Wind, Sonne, Netze, Speicher und eine bezahlbare Wärmewende investiert – statt in fossile Abhängigkeiten und atomare Luftschlösser.
Quellen: Recherchen und Dokumente von FragDenStaat, Deutscher Umwelthilfe, CORRECTIV und WELT.







